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Wunschklasse und -kinder

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"Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."

So bringt ein Sprichwort das Träumen und die Wünsche auf den Punkt. Träumen ist also immer erlaubt...
Und so möchte ich auf dieser Seite mit einer kleinen Portion Idealismus meine Ansprüche, Erwartungen und Wünsche an die Kinder (und am Schluss auch an die Eltern) zum Ausdruck bringen.

Dieses Kapitel soll zeigen, was ich von den Kindern verlange, welche Erwartungen ich an eine Klasse habe und wie ich mir den "idealen" Schüler vorstelle (im Bewusstsein, dass es diesen gar nicht gibt - genauso wenig wie den idealen Lehrer...)

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Meine Wünsche in menschlicher Hinsicht

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Ich wünsche mir Kinder, die stets ihr Bestes geben. So können sie unabhängig vom Ergebnis stolz auf sich und ihre Arbeit sein und müssen sich nie einen Vorwurf gefallen lassen.
Oder an einem Beispiel erklärt: Zwei Schüler erreichen in einer Matheprüfung die Note 5. Ein Kind hat dafür nichts gelernt, ein anderes hat dafür hart gearbeitet. Das zweite Kind hat also sein Bestes gegeben und verdient meinen vollen Respekt. Vom ersten Kind hingegen bin ich enttäuscht, weil es mit etwas mehr Einsatz sogar eine 5-6 erreicht hätte. Mit anderen Worten: Jedes Kind soll sich an seinen eigenen Möglichkeiten messen!

Ich wünsche mir Kinder, die sich für Gerechtigkeit und Fairness einsetzen. Kinder, die helfen, wo Hilfe gebraucht wird und die nicht mit geschlossenen Augen daran vorbeigehen.
„Dem anderen helfen, wo man kann, so fängt die eigene Freude an.“

Ich wünsche mir Kinder, die freundlich sind. Freundlichkeit steckt an und mit Freundlichkeit kann man sogar den Unfreundlichen "entwaffnen". Wie oft kann doch ein freundliches Wort Wunder wirken!

Ich wünsche mir Kinder, die ehrlich sind und die zu ihren Fehlern stehen können.

Ich wünsche mir Kinder, die sich selbstkritisch beurteilen können, auch wenn es manchmal schwer fällt. So lernen
sie ihre Schwächen und Stärken kennen. Sie sollen versuchen an ihren Schwächen zu arbeiten und nicht einfach aufzugeben im Sinne von "Das chan i halt nöd".
„Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem kleinen Schritt.“

Ich wünsche mir Kinder, die offen gegenüber neuen unbekannten Sachen sind. Kinder, die nicht vorschnell über etwas urteilen, was sie nicht kennen.
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Meine Wünsche in schulischer Hinsicht

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Ich wünsche mir Kinder, die versuchen in der Klasse ihren Teil zum Klassengeist beizutragen. Ich wünsche mir Kinder, die Rücksicht aufeinander nehmen, die einander gegenseitig helfen, die auch Schwächere stützen, die sich bei anderen bedanken können und die schliesslich zu einem TEAM zusammenwachsen, das seine Ziele miteinander
und nicht gegeneinander erreicht.

Ich wünsche mir Kinder, die sorgfältig und genau arbeiten, getreu dem Motto: „Was ihr macht, das macht recht. Es kostet nicht mehr Zeit, als ihr dazu braucht, um es schlecht zu machen.“

Ich wünsche mir Kinder, die sich im Unterricht melden. Mündliche Beiträge sind wichtig. Dadurch wird der Unterricht erst spannend und lebhaft.
„Nichts ist interessant, wenn du nicht interessiert bist.“

Ich wünsche mir Kinder, die "wach" sind, die nachfragen, die eine eigene Meinung haben und die Lob und Kritik äussern können. Kritik ist immer erlaubt, wenn sie berechtigt ist. Sie soll aber nie verletzen. Kritik darf auch positiv, also als Lob, ausfallen. Darüber freut sich schliesslich jeder.
(Übrigens: Auch Lehrer sind nur Menschen und freuen sich, wenn man ihnen ab und zu erzählt, was man an ihrem Unterricht mag.)

Meine Wünsche an Sie, liebe Eltern

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Bildung: die Aufgabe der Schule? Erziehung: die Aufgabe der Eltern? - Ja und nein, denn man kann nicht erziehen, ohne zu bilden. Ebenso wenig kann Bildung ohne Erziehung erfolgen. Beide Bereiche greifen ineinander.

Die Schule hat das Ziel, die Kinder zu befähigen, ihr Leben irgendwann selbst in die Hand zu nehmen. Sie versucht, das Werkzeug dafür zu vermitteln. Das kann sie aber nur teilweise. Denn die Schule ist nicht allein. Die Eltern verfolgen mit ihrer Erziehung dasselbe Ziel. Auch sie setzen sich für das Wohl ihres Kindes ein.

Und gerade weil die Schule und die Eltern dieselben Ziele verfolgen, sind sie aufeinander angewiesen. Wenn Schule und Elternhaus sich gegenseitig unterstützen und ergänzen, legen sie die Basis für erfreuliche Erfolge ihrer Kinder.
Wenn sie gegeneinander arbeiten, wird nur wenig Erfolg zu verzeichnen sein und sie werden auch schnell feststellen, dass die Kinder in ihrem Verhalten verunsichert werden.

Ich wünsche mir deshalb Eltern, die mit der Schule am gleichen Strick ziehen.
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